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Weinlexikon

Text Nicole 29 Juni 2016
Wein

Französische Weine, man könnte diesem Thema einen ganzen Blog widmen – so viele und so verschiedene gibt es : rot, weiß oder rosé von Nizza bis Bordeaux, von Arbois nach Cognac und Toulouse nach Strassburg. Die französischen Regionen erzählen Geschichten – lebendig, glücklich und hungrig, in denen der Wein eine führende Rolle einnimmt.

sujet sur le vin
1 Elsass
2 Bordeaux
3 Beaujolais
4 Bourgogne

5 Bugey
6 Champagne
7 Corse
8 Jura

9 Languedoc
10 Lorraine
11 Loire
12 Provence

13 Roussillon
14 Rhône
15 Savoie
16 Sud-Ouest

ELSASS

Diese Region ist einzigartig. An der Kreuzung der Kulturen und im Herzen Europas pflegt sie ihre Ambivalenz in ihrer Sprache, in ihren Traditionen und ihren Weinen. Es ist schon seit langer Zeit die einzige auf dem französischen Markt, deren Rebsorte den Namen gibt.

Die Rebe hat hier einen hohen Rang: Die Region produziert aromatische Weißweine, der Riesling und der Gewürztraminer sind zwei edle Vertreter.

BEAUJOLAIS

Beaujolais könnte wie die perfekte französische Postkartenkampagne aussehen:
eine Reihe von gut geformten Hügeln, begrenzt von steilen Bergkämmen und bedeckten Wäldern; weit im Osten reicht der Blick über die Ebene der Saône und am Horizont sieht man die weiße Linie der Alpen mit deren höchsten Gipfel, dem Mont Blanc. In dieser dynamischen Region in der Nähe von Lyon, der Hauptstadt der Gastronomie, leben die Menschen sehr gut, was sie auch gerne betonen. Sie haben den Humor der Nordländer und die Ruhe der Mittelmeerbewohner, weil das Klima hier der Übergang zwischen Strenge und Sonne ist. Die Weine ihrerseits haben ihr Lager gewählt, an der Seite der Freude.
Es ist der Geburtsort des « Beaujolais Nouveau » und wird jedes Jahr am dritten Donnerstag im November in allen Weinlokalen und Restaurants verkostet. Ein Termin, der nach und nach die ganze Welt in seinen Bann gezogen hat . Die Geduldigeren warten bis April, die Zeit, die die 10 «Crus» benötigen, um die Komplexität der großen Beaujolais-Weine zu entfalten.

BORDEAUX

Bordeaux nimmt in Frankreich eine begehrte Position ein: zwischen Kontinent und dem Zugang durch die Gironde zum Ocean. Die Stadt und seine Region versöhnen den Norden mit dem Süden. Großstadt mit den Allüren einer Hauptstadt, schon immer offen für die Welt. Bordeaux erinnert an Versailles und Antwerpen, während die Architektur mehr an Paris erinnert als an Mittelmeerdörfer.
Die Gastronomie hat baskischen und spanische Einflüsse. Diese perfekte Balance zwischen Nord und Süd findet man auch in den Weinen.
Das Mosaik der Landschaften von Bordeaux hat zwei Ursprünge. Am linken Ufer der Gironde und entlang der Mündung mit Schwemmland dominieren die Weinberge
über 150 km.  Aber nicht irgendein Schwemmland: es ist der Kies und Schotter, der aus den 600 km entfernten Pyrenäen angeschwemmt wurde, wo der Fluss seinen Ursprung hat. Diese schweren, warmen und wasserdurchlässigen Sandterrassen sind besonders ideal, insbesondere für den « Cabernet Sauvignon ».
Auf der anderen Seite des Flusses erwartet Sie ein runderes, kräftigeres Universum, die Hügel aus Ton- und Kalkstein haben tiefere Böden und sind zum Beispiel ideal für den « Merlot ». Diese Böden haben einen anderen Ursprung und immer eine starke Präsenz von Kalkstein.

BOURGOGNE (Burgunder)

Das Burgunderland hat aus seiner langen Geschichte die Tradition der Exzellenz beibehalten.
Die Bourbonen regierten im Mittelalter und gründeten nicht nur Städte, sondern auch Weinberglandschaften mithilfe der Zisterziensermönche.  Alle Weinanbaugebiete von Burgund wurden auf Hängen angelegt, um so die beste Sonnenexposition zu erlangen. Im Laufe der Jahrhunderte suchten und wählten sich die Zisterziensermönche und die Winzer mit viel Geduld die besten Parzellen aus, in deren Sonnenlage und in deren Boden die Traube am besten gedeiht. Diese Parzellen werden hier «clima» genannt (für die Bezeichnungen appellation «Premiers» und «Grands Crus» ) oder nach dem Ort (für die regionalen oder örtlichen Bezeichnungen appellation) .
Burgund umfasst sehr unterschiedliche Gebiete. So ist die Morvan im Osten ein eher regnerischer und kalter Bereich, weil er die vom Atlantik kommenden Schlechtwetterzonen abhält. Die Weinküste weiter im Westen genießt ein sonniges Klima. Die Reben wurden dort an den sonnen- und windreichen sowie ideal orientierten Hängen angelegt. Burgund hat daher ein kontinentales Klima, bekannt besonders durch seine Weine « Pinot Noir » und « Chardonnay » sowie « Chablis » bis hin zu den Mâconnais « Côte de Beaune », « Pouilly ». Im Süden liegen die besten Parzelllen, denn die burgundische Küste ist vor dem  kalten und trockenen Nordwind geschützt. « Pinot Noir »,« Chardonnay » sowie auch « Aligoté » und « Gamay » profitieren von der stetigen Sommer- und Herbstsonne.

Aufgrund seiner Länge und vor allem seiner geologischen Vielfalt besteht im Burgund eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Terroirs, genannt « climas ».
Es existieren drei Weingebieteidentifizierungen im Burgund. Nördlich das von Chablis / Auxerrois. In der Mitte, mehr Richtung Westen, das von « Côte de Nuits » , « Côte de Beaune » und « Côte Chalonnaise », erkennbar durch die schmalen Streifen aus steilen, kalkhaltigen Böden mit besonderen hydrologischen Systemen.
Und schließlich weiter im Süden die Mâconnais, bestehend aus Ton und Kalksteinböden.

CHAMPAGNE

Die Champagne ist ein kaltes Land und die Kultur der Rebe hier ist eine Herausforderung. Die Geschichte und die vielen Kriege, die sich auf dieser Erde abgespielt haben, haben dieser Region nicht geholfen. Aber im Laufe der Jahrhunderte haben Winzer diesen strengen Kalkboden gezähmt und der Champagner wurde zum Symbol für das Fest der Liebe und der großen Momente.
Das Anbaugebiet der Champagne ist seit 1927 gesetzlich streng begrenzt und erstreckt sich über 34 000 Hektar auf 320 Weine in fünf Departements: der Marne und Aube, der Aisne, der Haute-Marne und der Seine-et- Marne. Der kreidehaltige Boden erhält vor allem Calcit Granulate. Seine hohe Porosität macht ihn zu einem echten Wasserreservoir, der der Pflanze eine ausreichende Wasserversorgung auch in trockenen Sommern gewährleistet. Dieser Boden fördert die Entwässerung und in geschmacklicher Sicht die Besonderheit des Champagners.

CHARENTES

Auf halbem Weg zwischen der Loire und der Garonne deckt die Charente zwei Departements einer Region, die weltweit bekannt ist für die Produktion von Cognac.
Diese Region profitiert vom gleichen ozeanischen Klima wie Bordeaux, wobei es etwas weniger heiß ist. Hier werden auch der « Pineau des Charentes » sowie andere lokale Weine produziert. La Rochelle ist eine schöne, zum Meer hin offene Stadt umringt von Inseln, die schon lange Segler und Liebhaber schöner Gemäuer anzieht. Das sonnige Mikroklima Charentes bietet das ganze Jahr über durch seine Milde zahlreiche Möglichkeiten, die Weinberge der Umgebung zu entdecken. Dies ist der Beginn des Südens, mit leidenschaftlichen Winzern und zahlreichen Schneckenliebhabern. Ein Stück echtes Frankreich.

JURA

Die Geschichte des Weinanbaus im Jura ist sehr alt. La Séquanie, welche noch nicht die Franche-Compte war, wurde genau wie die Weine aus der Region bereits in einem Naturgeschichtsbuch aus dem Jahr 80 vor Chr. von Plinius erwähnt. Von der Revolution bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts wuchsen die Weinberge kontinuierlich: die Eigentümer waren Adelige und Kirchliche, welche die Entwicklung der heute bekanntesten Weine förderten.
Heute sind es 1900 Hektar Weinberge, die das Beste aus einem ziemlich komplexen Boden machen, einer Mischung aus Mergel, Kalkstein,Ton und Schutt.
Die Jura-Weinberge gehören zu den nördlichen Weinbergen von Frankreich mit der Champagne, dem Elsass und dem Burgund. Das Klima ist halb-kontinental und seine Veränderungen können brutal sein. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt zwischen 11 ° und 13 °C für eine Sonnenscheindauer von 1 700 bis 1900 Stunden. Jurassic Sommer sind meist heiß und trocken. Im Jura sorgt die Süd- oder Südwestausrichtung für Sonne und Schutz vor den Südost- und Nordwinden der Weinberge, die Frühlinge sind oft regnerisch. Die Auswahl der Rebsorten geschieht aufgrund der geringen Anbauflächen und der Morphologie des Geländes nach dem Sonneneinfluss und nach Höhe und Neigung. Die Charakter der Rebsorten werden nach Frühlese « Poulsard » und « Pinot » und Spätlese « Savagnin » und « Trousseau » bestimmt.
Auf der Suche nach Qualität haben die Winzer der Jura früh das Bewusstsein für eine Beziehung zwischen der Qualität eines Weines und den Besonderheiten eines Ortes entwickelt.

LANGUEDOC

Auf 40 000 Hektar hin befinden sich 19 Languedoc « appellations» Bezeichnungen und kein Wein ist wie ein anderer außer einem gemeinsamen Nenner seit der Antike: das Mittelmeer.
Innerhalb von 30 Jahren hat die menschliche Hand die Languedoc-Weinberge umgewandelt. Grenache, Mourvèdre und Syrah-Trauben wurden die Stars der neuen Plantagen. Die separate Sortenreinheit und die Kunst der « Ensemblage » Mischung verschiedener Rebsorten werden durch die A.O.C. « appellation d’origine contrôlée » Languedoc garantiert.
Zwischen Nîmes, Béziers, Narbonne, Perpignan und Carcassonne sind die Böden sehr vielfältig: große Terrassen aus Kies, Sandstein und Mergel, Kalkstein und Schiefer, Ton, Konglomerate, Sandboden, Melasse, usw.
Dieses macht die Besonderheit und die Vielfalt der Weine aus, die zahlreiche aromatische Variationen haben, manchmal sogar innerhalb der gleichen « appellation ».

PROVENCE

Von Arles bis Nizza bietet die Provence eine Reihe von idyllischen Orten, die sich durch eine Kombination von Meer und Bergen auszeichnen, von Weinbergen umgeben und von der Sonne gesegnet sind.
Kunst, Geschichte, Geographie und Kultur finden Sie hier überall, nicht nur bei den großen Festivals im Sommer. Bekannt ist die Provence für die Lavendelfelder und Roséweine, sie ist der größte Produzent der Welt.
Die Intensität des blauen Himmels macht die Provence besonders und es ist kein Zufall, dass Van Gogh, Cezanne, Matisse und Picasso es liebten, hier zu verweilen und zu arbeiten. Doch der heftige Mistralwind, der 150 Tage im Jahr bläst, hat nicht nur künstlerische Tugenden, sondern er trocknet die Luft, fördert die Gesundheit der Reben und wehrt Krankheiten ab. Er vertreibt die Wolken und lasst die Sonne mehr als 3000 Stunden pro Jahr scheinen (Rekord in Frankreich). Das mediterrane Klima aber hat geografische Unterschiede: ein kühler Einfluss im Inneren, wo die Nächte kälter sind, vor allem mit zunehmender Höhe. Am Meer hingegen ist die Sonnenstrahlung stärker, welches für bestimmte Sorten wie « Mourvèdre » ideal ist.
Das Weinbaugebiet stößt in den südlichen Alpen auf das Meer, von Marseille nach Italien und das Ergebnis ist eine große Vielfalt an Regionen. Die bröckelnden Felsen geben den Weinen Finesse und Charakter. Der Kalkstein ist im Westen der Region, nach Aix, Cassis und Bandol am deutlichsten. Im Westen herrschen dann Schiefer und Sandstein vor, aufgrund der Nähe zu den Alpen. Im Einvernehmen mit dem Mikroklima passen sich die Rebsorten den geologischen Bedingungen an und die « Ensemblage » Mischung bittet eine große Auswahl an weißen, rosé und roten Weinen.

ROUSSILLON

Die Provinz Roussillon wurde im Jahre 1659 an Frankreich angeschlossen und 1790 zum Departement Pyrénées Orientales. Die Rebe ist hier tausende von Jahren alt und das Land ist von den Göttern gesegnet. Zwischen Meer und Bergen ist dieses offene Amphitheater östlich des Mittelmeers durch drei Bergmassive begrenzt: die Corbières im Norden, die Pyrenäen mit dem Mont Canigou im Westen und die Alberes im Süden. Drei Flüsse, die Agly, Têt und Tech, markieren die Regionen.
Hervorgegangen aus der Krise der Reblaus wählten die Winzer aus ihren Rebsorten. Dieses Unternehmen wurde gekrönt durch den Erhalt der Siegels AOP « L’appellation d’origine protégée » « Rivesaltes », » Banyuls », « Collioure » oder « Côtes du Roussillon ».

SAVOIE

An der Kreuzung der französisch, schweizerischen und italienischen Einflüsse hat sich in  der Savoie bereits seit langer Zeit der Anbau von Reben angeboten. Seine gleichebenen sonnigen Flächen bieten einer Vielzahl von Kulturen ideale Wachstumsbedingungen, so auch der Weinproduktion, dessen erste Spuren bereits zur Zeit der römischen Besiedlung führen.
Nach der Reblaus-Krise, die hier wie auch anderswo die Weinberge zerstörte, versuchten die Winzer ihre Reben im perfekten Einklang mit der Region wiederzubeleben: Weichheit und Feinheit – ein geteiltes Vergnügen.
Die Rebstöcke dürfen keine Angst haben vor Schnee oder Frost sowie der Sonne, die die Reifung der Trauben gewährleistet. Genau dies ist der Fall in der Savoie, wo das Klima im Winter hart ist, aber im Sommer großzügig, mit schönen sonnigen Spätsommertagen. Installiert auf den besten Böden geben die Reben Sunburst in gutem Zustand. Wir sind hier weit von den weitläufigen Weinbergen des südlichen Frankreichs. Hier werden die Reben dort gepflanzt, wo das Klima, eine maximale Sonneneinstrahlung und genügend Wärme gewährleistet. In der Regel in den süd- und südwestlichen Hängen, um so die Effizienz der Sonneneinstrahlung zu maximieren.
Diese Weine sind vorzüglich zu diversen Käsesorten (wie dem Beaufort, Reblochon, Abondance,…) oder winterlichen Racelettes und Käsefondues.

SUD-OUEST

Zwischen Aveyron und dem Baskenland, im Süden der Pyrenäen und Norden des Zentralmassiv, erstrecken sich die Weinberge des Südwestens auf 500 km in 12 Departements. Entstanden aus den politischen Wünschen vieler kleiner unabhängiger Winzer mit dem gemeinsamen Ziel, Qualität und Anerkennung zu erlangen. Lange im Schatten ihres mächtigen Nachbarn Bordeaux stehend, taten sich die Winzer dieser Region zusammen, um Bekanntheit zu erlangen und mit dem gemeinsamen Nenner der Anstrengung und dem Ehrgeiz, das beste Niveau zu erreichen. Dieses Erbe der Leidenschaft bilden die Basis der Südwest-Weine, eine Familie sehr verschiedener Weine, die großen lieblichen, die fruchtig weißen oder die berauschend roten. Die  Sortenvielfalt ist der Nachweis für eine lange Weinbautradition und geben dem Wein des Südwestens diesen mächtigen und einzigartigen Charakter.

In dieser Region, im Herzen der Gascogne, findet man auch die Weinberge für die Produktion des « Armagnac ». Seine 15 000 Hektar liegen vor allem auf den sanften und sonnigen Hügeln des Départements Gers sowie den Departements Landes und Lot-et-Garonne.
Im Südwesten deckt das Puzzle der Weinberge ein Dreieck von 300 km, es trennt die gemischte Landwirtschaft und Viehzucht voneinander.
Diese vielen Böden profitieren von spezifischen Kulturbedingungen entsprechend ihrer Besonderheiten. Kalkstein oder Kieselsäure im Boden geben den Weinen des Südwestens diesen schweren und sehr ausgeprägten Stil, welcher erheblich von einem Gebiet zum anderen variiert. Ein Land der Kontraste, von der viele  AOP « L’appellation d’origine protégée » in der Region profitieren: « Bergerac », « Côtes de Duras », « Côtes du Marmande », « Buzet », « Cahors », « Gaillac » oder « Brulhois ».

Diese Vielfalt kennzeichnet auch die Weinberge des « Armagnac » und seine drei Produktionsbereiche: Bas-Armagnac im Westen, bestehend aus sandigem sauren Lehmboden für die Herstellung der fruchtigen « eau de vie », etwas empfindlich auf Spirituosen und fruchtig; Armagnac-Ténarèze in der Mitte, dessen Ton-Kalkböden produzieren die vollmundigen Spirituosen, die nach einer längeren Alterung genossen werden; Haut-Armagnac im Süden und Osten, wo die Rebe heute noch kaum mehr vorhanden ist.

VAL DE LA LOIRE/ Das Loiretal

Mit seinen 1.000 km  ist die Loire der größte und längste Fluss in Frankreich und die Weinberge sind nie weit von den Ufern. Landschaften und Klimazonen der großen Loire-Region unterscheiden sich erheblich von Nantes bis nach Roanne mit einem sehr ozeanischen Regime am Meer und kontinentalen Einflüssen spürbar im Inneren des Landes. Dies führt zu einer kontrastieren Landschaft wie auch einer unglaublichen Vielfalt der Weine dieser Region. Doch all diese Weinberge haben eines gemeinsam: die gleiche Breitenrichtung, die diesen Weinen einen nördlichen erfrischenden Ton gibt. Mit ihren lieblichen, spritzigen, trockenen Weinen ist es die dritte französische Region für  Qualitätsweine.
Die Loire durchkreuzt Frankreich, so dass es unmöglich ist, eine Homogenität des Bodens entlang der diversen Weinregionen zu erreichen. Die Weine am westlichen Ende bei Nantes wachsen auf Granatböden, Schiefer und Gneis durch ihre Nähe zum armorikanischen Massiv. In Anjou sind die Böden geteilt zwischen der gleichen Art und einem Teil aus Schiefer, weiter im Osten sind sie geteilt aus Kalk durch die Nähe zum Pariser Becken. In Touraine sind die Böden noch diverser mit alluvialen Komponenten, kalkhaltigem Ton, Sand. Um Sancerre schließlich bestehen die Böden aus Ton und Kalkstein. Diese Vielfalt der Böden erklärt, dass im Loire-Tal die verwendeten Rebsorten eine große Familie haben. Sie sind jeweils auf den Boden angepasst, auf dem sie gepflanzt werden und wachsen, es handelt sich hier vielmals um Monokulturen.

ALLEE DU RHONE/ Das Rhonetal

Aus den Alpen heraus fließt plötzlich die Rhône in den Süden, Richtung Mittelmeer.
In dieser strategischen Position liegt die Stadt Lyon, wir verlassen die nördlich, kalten grauen Nebel, Richtung Sonne mit den warmen Düften der Kampagne und einer Anreihung von in der Sonne liegenden Weinbergen. Dieser symbolische Weg in den Süden wird durch die Rhone geteilt: In der Tat folgt der Fluss einen engem Tal zwischen den Alpen und dem Zentralmassiv, gleich der Route des TGV und der Autobahn und den Urlaubern, die dem Weg zur Sonne folgen. Mit etwas Kontinentalklima im restlichen nördlichen Teil bietet das Rhônetal Weinberge, die mediterrane Sonne, den Mistral, zur Freude aller Liebhaber guter Weine. Von Lyon nach Arles, über 250 Kilometer, begleitet die Rhone die Franzosen in die Ferien und in den manchmal heftigen Klimawechsel.
Die Sommer sind warm und sonnig und der legendäre Mistralwind reinigt den Himmel von seinen Wolken. Er reinigt auch die Reben und verbessert so die Gesundheit der Trauben. Das Ergebnis sind runde voluptiose Weine, reich an Alkohol. Im Norden findet man den « Côte Rôtie » und « Condrieu », das Klima ist kontinental mit mediterranen Einflüssen. Die Winter sind kalt und die Sommer heiß. Die Weine sind säurehaltiger und haltbarer.
Die bekanntesten « Chateauneuf du Pape », deren Böden aus großen Steinen alpinen Ursprungs bestehen, die über Nacht die gespeicherte Wärme des Tages nutzen. Im Norden wachsen die Reben auf steilen Terrassen aus Schiefer oder Granit des Zentralmassivs. Außerdem dominieren Böden aus Ton und Kalkstein. Das Rhône-Tal ist die Verbindung der drei großen geologischen Regionen: der Alpen, des Zentralmassivs und der Kalksteinlandschaften. Darüber hinaus wird Schlamm durch den Fluss getragen, der sich im Norden verfeinert und am Ende des Tals verstärkt ablagert. Dies führt zu komplexen Böden, die dem Wein einen besonderen Ausdruck verleihen, auch innerhalb der gleichen Bezeichnung.

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